Do 6, 18 Uhr/ 5 Euro (erm. 3 Euro)
Weihnachtskonzert.

Zum Nikolausabend sind Studierende der Internationalen

Musikakademie Anton Rubinstein zu Gast im Heine-Institut.
Nach dem Konzert sind Sie herzlich eingeladen zu einem kleinen weihnachtlichen Empfang
Moderation: Dr. Karin Füllner
Ort: Heinrich-Heine-Institut, BilkerStraße 12-14
Veranstalter: Internationale Musikakademie Anton Rubinstein und Heinrich-Heine-Gesellschaft Anmeldung erbeten: Tel. 0211-8995571

 

Sa 8, 10 bis18 Uhr/ Eintritt frei
21. Forum Junge Heine Forschung
Leitung und Moderation: Dr. Sabine Brenner-Wilczek und Prof. Dr. Volker Dörr
Programm:

10:00 Uhr Begrüßung durch Dr. Sabine Brenner-Wilczek, Prof. Dr. Volker Dörr, Felix Droste

10:15 Uhr William Ohm (Toronto): Die durchgeistigte Körpersprache. Sensualismus und Stil in Heines Philosophieschrift

11:00 Uhr Kaffeepause

11:15 Uhr Dr. Michael Rodegang Drescher (Heidelberg): Lachende Exorzismen. Mythologische Resignifikation in Heines 'Deutschland. Ein Wintermärchen'

12:00 Uhr Nora Schön (Düsseldorf): "Nur in der Tiefe des Gemüthes". 'Freiheit', 'Nation' und 'Politische Lyrik' in Heinrich Heines 'Zeitgedichten'

12:45 Uhr Mittagspause

13:45 Uhr Gesa Jessen (Oxford - Berlin): "und dass ich selbst wieder zerrinnen möchte in süße Atome". Zu der Dynamik von Wasser und Gender in Heinrich Heines früher Dichtung und Prosa

14:30 Uhr Kaffeepause

14:45 Uhr Hannah Pillin (München): Semantische Dimensionen in Heines Dichtung und ihrer Vertonung

15:30 Uhr Vera Höltschi (Brüssel - Namur): Heinrich Heines Doktor Faust. Das Ballettlibretto als Literatur

16:15 Uhr Kaffeepause

16:30 Uhr Sibel Baran (Ankara): Motivanalyse des Novellenfragments 'Florentinische Nächte' von Heinrich Heine

17:15 Uhr Julia Kristina Kitzmann (Tübingen): Demaskierung der Gewalt. Intertextuelle Bezüge zwischen Heines 'Die weiße Blume' und 'Goethes Heidenröslein'

Ort: Heinrich-Heine-Institut, BilkerStraße 12-14

Anmeldung: erbeten unter Telefon +49 211 - 8995571 oder E-Mail heineinstitut@duesseldorf.de

Veranstalter: Heinrich-Heine-Institut, Heinrich-Heine-Gesellschaft e.V., Institut für Germanistik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

 

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Bilder der Erinnerung 2017

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Sa., 2. Dezember 2017

Jubiläumsveranstaltung: 20 Jahre Internationales Forum Junge

Heine Forschung. Neue Arbeiten über Heinrich Heine. Vorträge

und Diskussionen

Niklas Schlottmann, Florian Pehlke, Dr. Hauke Kuhlmann, Andrew Warren, Philipp Ritzen

Prof. Dr. Volker Dörr, Andrew Warren, Dr. Sabine Brenner-Wilzcek, Florian Pehlke, Philipp Ritzen, Niklas Schlottmann, Dr. Philipp Erbentraut, Dr. Hauke Kuhlmann, Dr. Karin Füllner, Prof. Dr. Norbert Waszek

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Tagesfahrt der Heine-Gesellschaft 2017

nach Straelen und Issum
Do,  5. Oktober 2017

Die Tagesfahrt der Heinrich-Heine-Gesellschaft führte die Mitglieder am 5. Oktober unter strahlend blauem Himmel in das Europäische Übersetzer-Kollegium nach Straelen.

 

Uns empfing die Vizepräsidentin des Hauses, Frau Dr. Renate Birkenhauer, die uns mit einer wunderbaren Einführung im Atrium des Übersetzer-Kollegiums bekannt machte mit den Zielen und Aufgaben des weltweit ersten und größten internationalen Arbeitszentrums für professionelle

Literatur- und Sachbuch-Übersetzer.  Eine anschließende Führung durch das gesamte Haus ließ uns

die Arbeits- und Lebensräume der Übersetzer kennenlernen ebenso wie die faszinierende Fülle von unterschhiedlichsten Nachschlagewerken.

 

Nach einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem Frau Birkenhauer den interessierten Mitgliedern

noch viele weitere Auskünfte geben konnte uns uns allen dankenswerter Weise Straelener

Manuskripte mit auf den Weg gab, fuhren wir nach Issum und lernten unter der kundigen Führung des Ehepaars Brall den jüdischen Friedhof sowie die Synagoge von Issum kennen. Es ist die einzige erhaltene ehemalige Dorfsynagoge am unteren Niederrhein, die alle Mitglieder der

Heine-Gesellschaft sehr beeindruckte.

Copyright der Fotos: Ina-Maria von Ettingshausen

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15. Juni 2017 im Palais Wittgenstein

Wolf Biermann – Warte nicht auf bessre Zeiten!

Nach der Lesung am 15. Juni 2017 im Palais Wittgenstein signiert Wolf Biermann seine Auto-

biographie für die Heinrich-Heine-Gesellschaft (mit Dr. Karin Füllner, Geschäftsführerin der HHG)

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Heinrich-Heine-Taler 2017 für Prof. Dr. Joseph Anton Kruse  

Felix Droste, 1. Vorsitzender der Heinrich-Heine-Gesellschaft, Prof. Dr. Joseph Anton Kruse,

Dr. Sabine Brenner-Wilczek, Direktorin des Heinrich-Heine-Instituts

Ihren ersten Heinrich-Heine-Taler haben die Heinrich-Heine-Gesellschaft und das Heinrich-

Heine-Institut auf der Mitgliederversammlung der Heinrich-Heine-Gesellschaft am 20. März 2017

im Heinrich-Heine-Institut an Prof. Dr. Joseph Anton Kruse verliehen, um sein wissenschaftlich-publizistisches Wirken ganz im Sinne Heinrich Heines zu würdigen. Es ist Prof. Dr. Joseph Anton

Kruse als ehemaligem Vorsitzenden der Heinrich-Heine-Gesellschaft und früherem Direktor des Heinrich-Heine-Instituts in herausragender Weise gelungen, das Andenken an unseren Namenspatron

weit über die Grenzen Düsseldorfs hinaus sowohl national als auch international zu mehren und

entscheidend zur kritischen und gesellschaftlich relevanten Literaturvermittlung beizutragen.

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Bilder der Erinnerung 2016

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Sa, 5. Dezember 2016               

19. Internationales Forum Junge Heine Forschung

Neue Arbeiten über Heinrich Heine. Vorträge und Diskussionen

Martin Blum, Sophia Victoria Krebs, Melina Munz, Vanessa Mittmann, Philipp Erbentraut,

Zouheir Soukah

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Die Heinrich-Heine-Gesellschaft trauert

um ihr Ehrenmitglied Roger Willemsen

Die Heinrich-Heine-Gesellschaft trauert um ihr Ehrenmitglied Roger Willemsen, der am 7. Februar

2016 im Alter von nur 60 Jahren verstorben ist. Mitte letzten Jahres, am letzten Junisonntag 2015,

erhielt er in Düsseldorf als bisher letzter in einer rühmlichen Reihe bei einer festlich heiteren

Veranstaltung die Ehrengabe der Heine-Gesellschaft. Wenige Wochen später, nach seinem runden

Geburtstag am 15. August, zog er sich wegen einer erst dann diagnostizierten schweren

Krebserkrankung aus der Öffentlichkeit vollständig zurück.

Seine Heine-Rede war ein Feuerwerk aus Ernst, Scharfsinn und intellektuellem Vergnügen und

ist im Heine-Jahrbuch 2015 nachzulesen. Sie stellt für uns alle das Dokument eines, wenn auch

damals ungewollten, souveränen Abschieds dar. Es heißt dort: „Also verleihen wir auch Preise in

Heines Namen, damit er lebe, den Faden seiner Geschichten weiterspinne, damit eine Konsequenz

sei, zugleich aber sind wir die Zeit, die den Erzählungen den Garaus macht, die großen epischen

Strukturen zertrümmert, die Aufmerksamkeitsspannen reduziert.“

Die Begründung unserer Jury lautete am Schluss: „Der Literaturpreis im Namen des Dichters und

journalistischen Schriftstellers Heinrich Heine soll ein Zeichen unserer dankbaren Anerkennung sein.“

Das wollen wir nun angesichts seines überwältigenden Lebenswerks aus Vielfalt und Anregung

nach seinem zu frühen Tode in großer Trauer wiederholen: Wir danken Roger Willemsen von

ganzem Herzen und werden ihn nicht vergessen!  

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Bilder der Erinnerung 2015

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Sa, 5. Dezember 2015

18. Internationales Forum Junge Heine Forschung

Neue Arbeiten über Heinrich Heine. Vorträge und Diskussionen

Maria Behrendt, Felix Lempp, Paul Dávila, Florian Scherübl, Dr. Vera Faßhauer, Alla Soumm

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Ehrenmitgliedschaft der Heinrich-Heine-Gesellschaft

für Bert Gerresheim

Die Heinrich-Heine-Gesellschaft verlieh dem Künstler Bert Gerresheim in ihrer

Mitgliederversammlung am 24. März 2015 die Ehrenmitgliedschaft.

"Der Bildhauer und Zeichner Bert Gerresheim hat als Schöpfer des

Düsseldorfer Heine-Monuments auf dem Schwanenmarkt aus dem

Jahr 1981 und durch seine weiteren Arbeiten zu Heinrich Heine in

Düsseldorf und auch in der Walhalla für das Andenken des Dichters

Unschätzbares geleistet. Die als Ehrengabe der Heinrich-Heine-

Gesellschaft seit vielen Jahren verliehene Bronze stammt ebenso aus

seiner Hand.
Aus all diesen Gründen verleiht die Heinrich-Heine-Gesellschaft dem

Künstler Bert Gerresheim die Ehrenmitgliedschaft."

(Begründung der Jury)

 

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Bilder der Erinnerung 2014

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Sa, 6. Dezember 2014

17. Internationales Forum Junge Heine Forschung
Neue Arbeiten über Heinrich Heine. Vorträge und Diskussionen

   Thomas Höffgen, Andreas Mertgens, Anja Oesterhelt, Anja Bunzel, Sarah Deubner

 

Sa, 6. Dezember 2014
Rolf Hosfeld liest „Heinrich Heine. Die Erfindung des

europäischen Intellektuellen - Biographie“

Dr. Rolf Hosfeld und Prof. Dr. Joseph A. Kruse (Foto: Ina-Maria von Ettingshausen)

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Literatur-Salon in Heines Gesellschaft

Samstag, 10. Juli 2014
Am 10. Juli lädt die Heine-Gesellschaft ihre Mitglieder um 18 Uhr wieder zum beliebten

„Literatur-Salon“ ein, um anregende Reiselektüre, spannende Lieblingsbücher und interessante

literarische Neuerscheinungen bei einem Glas Wein zu präsentieren.


Buchvorstellung im Literatur-Salon: Frau Filbinger-Riggert, Frau Loos, Herr Blomen, Herr Reske,

Frau Thomessen, Frau Dr. Füllner, Herr Heinemann, Herr Fischer, Frau von Ettingshausen

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Bilder der Erinnerung 2013

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Literarischer Tagesausflug der Heinrich-Heine-Gesellschaft

nach Detmold

Freitag, 5. Juli 2013
Am Freitag, 5. Juli, gehen wir den Spuren der großen Dichter der Residenzstadt Detmold nach.

Immerhin sind in Detmold Christian Dietrich Grabbe, Ferdinand Freiligrath und Georg Weerth

geboren, Zeitgenossen, mit denen Heine in seinen Briefen und Werken verbunden war. Unser

Besuch in Detmold beginnt mit einer Führung durch das Fürstliche Residenzschloss, das im Herzen

des mittelalterlichen Stadtkerns liegt und mit seiner historischen Ausstattung einen spannenden

Blick in Geschichte und Kultur verschiedener Stilepochen von der Renaissance bis heute ermöglicht.

Im Anschluss an die Besichtigung sind für uns in Strates Brauhaus in unmittelbarer Nähe des

Schlosses Tische für einen Mittagsimbiss reserviert.

Der Direktor der Lippischen Landesbibliothek, Herr Hellfaier, und sein Stellvertreter, Herr Dr.

Eberhardt, laden uns von dort aus ein zu einem literarischen Stadtspaziergang durch Detmold

und führen uns zu den Dichterhäusern im historischen Zentrum des Ortes. Letzte große Station

dieses Rundgangs ist die Lippische Landesbibliothek, in die uns die Direktoren einen Einblick

geben werden, sowohl in die Architektur des Gebäudes als auch in deren Sammlungen und Schätze.

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Bilder der Erinnerung 2012

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Literarischer Tagesausflug der Heinrich-Heine-Gesellschaft

ins Münsterland

Sa, 25. August 2012

Der Ausflug geht den Spuren der westfälischen Literatur nach und stellt
ins Zentrum Annette von Droste-Hülshoff, die 1797 im gleichen Jahr wie
Heinrich Heine geboren wurde. Die drei Stationen dieses Tages sind das
Museum für Westfälische Literatur und Literaturgeschichte „Kulturgut 

Haus Nottbeck“, das Rüschhaus, in dem Annette von Droste-Hülshoff 20 Jahre lang gelebt hat, und

schließlich. der Geburtsort der Dichterin, die Burg Hülshoff mit großartiger Park- und Gartenanlage

bei Münster.

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Heine und die Frauen - Ein literarischer Heine-Spaziergang

im Pariser Montmartre-Viertel
Sa, 31. März und So, 1. April 2012
Schwäbische Zeitung, Mittwoch, 11. April 2012 (als PDF-Datei)
Liebe, Wahrheit, Freiheit und Krebssuppe.

Auf den Spuren des deutschen Freiheitsdichters Heinrich Heine durch Paris
Von Birgit Kölgen

Paris - Man könnte natürlich zum Eiffelturm fahren. Pardon, Madame, das ist nicht originell! Das macht jeder ahnungslose Paris-Tourist, der mit kurzen Hosen, Rucksack und gezückter Wasserflasche das ästhetische Empfinden der Franzosen beleidigt. Man könnte im Musée d’Orsay die Impressionisten bewundern. Mon dieu, haben Sie die Warteschlangen vor dem Eingang gesehen? Wahre Paris-Liebhaber suchen in stilleren Ecken nach Inspiration. Sie folgen zum Beispiel den Spuren des deutschen Dichters Heinrich Heine (1797-1856), der die heimischen Zensoren gegen sich aufbrachte und viele Jahre, von 1831 bis zu seinem Tod 1856, in der französischen Metropole lebte – wo er auch begraben liegt. Obgleich er oft Heimweh hatte nach der alten Mutter in Hamburg und dem Rhein, an dessen Düsseldorfer Ufern er aufgewachsen war, liebte er doch sein Frankreich, „das geweihte Land der Freiheit“.
Und er liebte eine Demoiselle, die keine Ahnung hatte von Literatur und Politik. Crescence Eugénie Mirat, die er „Mathilde“ nannte und zu seiner Ehefrau machte, war ein frisches Mädchen vom Lande, das im Pariser Schuhgeschäft ihrer Tante als Verkäuferin arbeitete. Und zwar in der Passage des Panoramas, einer überdachten Geschäftsgasse am Boulevard Montmartre, wo die Herrschaften dem Kutschenverkehr und dem Kot der Straße entgehen konnten. Dieses nostalgische Shopping-Center mit seinem bröseligen Pflaster und seinen holzumrahmten Schaufenstern sieht immer noch so aus wie zu Heines Zeiten. Hier treffen sich einige Fans des Dichters an einem Sonntagmorgen mit Karin Füllner, der Geschäftsführerin der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Gesellschaft, und ihrem Mann Bernd Füllner, der das Heine-Portal betreut. Beide sind promovierte Germanisten und ausgewiesene Experten für Leben und Werk des Wahlfranzosen, der seine Passion im „Buch Le Grand“ folgendermaßen zusammenfasste: „Liebe, Wahrheit, Freiheit und Krebssuppe“.

Mit romantischer Poesie („Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…“) hatte der studierte Jurist die Herzen gerührt. Und mit revolutionären Texten („Verschlemmen soll nicht der faule Bauch, was fleißige Hände erwarben…“) hatte er die Mächtigen provoziert. Seine Anhänger jedoch wissen vielleicht am meisten seine liebevolle Ironie zu schätzen. „Wahrhaft überraschte mich die Menge von geputzten Leuten… wie Bilder eines Modejournals“, schrieb er über seine Ankunft in Paris: „Dann imponierte mir, dass sie alle französisch sprachen, was bei uns ein Kennzeichen der vornehmen Welt…“. So viel „köstliche Schmeichelei“ fand er in den Sitten und in der Sprache der Franzosen, da nahm er sich sogleich ein Beispiel und flirtete in der Passage des Panoramas mit einer kleinen Blumenhändlerin – bevor er die 19-jährige Mathilde kennenlernte.
Im heutigen Café L‘Arbre à Cannelle (Zimtbaum), welches einst das berühmte Schokoladengeschäft „F. Maquis“ war, kaufte Heine seiner Angebeteten so manches Naschwerk und verewigte es in seinem „Romanzero“ mit „chinesisch eleganten Arabesken / wie die hübschen Bonbonnieren von Maquis / im Passage Panorama.“ Mit der Liebsten konnte er nicht so gescheit debattieren wie einst mit den gebildeten Damen im literarischen Salon seiner Berliner Freundin Rahel Varnhagen. Aber sie ließ ihm „die Wogen des Lebens so gewaltig über den Kopf schlagen“, dass er, nach Zeiten als Single im Hotel, mit ihr ein Appartement bezog an der nahen Straße Cité Bergère. Die Nummer 3 sieht heute nach nichts aus – und es wurde auch kein Domizil fürs Leben. Heine, wissen die Experten, zog in Paris häufig um, insgesamt 16 Mal.
Die möblierten, teils recht teuren Mietwohnungen gefielen dem Dichter zu Anfang meistens gut („ein glänzender Ruin“), doch irgendetwas störte ihn dann doch – meistens der Lärm. „Das lacht, das grollt, das trommelt“, nörgelte er in seinen Briefen an Freunde und die „liebste, gute Mutter“. Über vier Jahre, von 1841 bis 1846, hielt er es in der Rue du Faubourg Poissonière 46 aus. Heute ist das die Nummer 72, und im stillen Hof, in den nicht jeder gelangt, erzählen die Füllners vom fast bürgerlichen Glück des Dichters. Ende August 1841, vor einem Duell, bei dem der Hitzkopf leicht verletzt wurde, hatte der zum Protestantismus konvertierte Jude seine Mathilde katholisch geheiratet – in der Kirche St. Sulpice. Fortan war sie „Meine gute, liebe Frau, / Meine gütge Frau Geliebte, / Hielt bereit den Morgenimbiss, / Braunen Kaffee, weiße Sahne“.
Von hier aus ging Heine 1843 auf die berühmte Deutschlandreise, die er in seinem satirischen Versepos „Ein Wintermärchen“ festhielt. Schon die Zollkontrollen regten ihn an: „Ihr Toren, die Ihr im Koffer sucht! / Hier werdet Ihr nichts entdecken! / Die Contrebande, die mit mir reist, / Die hab ich im Kopfe stecken.“ Ein Jahr später – Heine wurde als „Wüstling“ von den Preußen steckbrieflich gesucht – reiste er mit dem Dampfboot von Le Havre aus nach Hamburg, um seinen Verleger Julius Campe und die Familie zu besuchen. Von nun an ging es bergab mit seiner Gesundheit. Die böse Syphilis und ein Nervenleiden, das zu Lähmungserscheinungen führte, machten ihm zunehmend zu schaffen. Nach einem Zusammenbruch im Louvre 1848 verbrachte Heine seine letzten Jahre in der „Matratzengruft“, wie er seine Bettlägerigkeit nannte.
Er konnte nicht einmal mehr die Augenlider offen halten, blieb aber scharfsinnig und kreativ bis zum Schluss. Und er empfing in seiner letzten Wohnung an der Rue (heute Avenue) Matignon Nr. 3 eine hübsche deutsche Anhängerin, Elise, der er den Kosename „la mouche“, die Fliege, gab. „Herzlichen Dank für die viele Liebe“, schrieb er ihr im Sommer 1855, „ach! Wäre ich noch ein Mann, diese Phrase bekäme eine minder platonische Tournüre.“ Am 17. Februar 1856 starb Heinrich Heine. Sein einfaches Grab auf dem Friedhof Montmartre wurde erst 1901 von einem Wiener Verein glühender Verehrer mit einer Büste auf weißem Marmorsockel verschönt, an dem wir Fans heute stehen und Gedichte rezitieren. Sicher hätte er einen Spottvers darauf gemacht.
In die Passage des Panoramas gelangt man über den Boulevard Montmartre 11, Heines Grab befindet sich auf dem Friedhof Montmartre.

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Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft 2012

an Dževad Karahasan

Die Heinrich-Heine-Gesellschaft verleiht ihre Ehrengabe 2012 an den bosnischen Schriftsteller Dževad Karahasan. Zum ersten Mal geht der Preis damit an einen Autor außerhalb des deutschsprachigen Raumes und ehrt einen Essayisten, der in seiner Interpretationskunst die gesamte abendländische und morgenländische Kultur vereinigt und durch die Geschichte hindurch ihre Traditionsfäden aufzeigt. In der Begründung der Jury heißt es: „Er schöpft ganz im heineschen Sinne als ‚Künstler, Tribun und Apostel’ aus dem Wissen der Menschheitsgeschichte samt ihren Höhen und Tiefen. Mit unablässigem und souveränem poetischen Charme überwindet er die Grenzen von Ländern, Zeiten, Kulturen und Religionen, zumal im muslimisch-christlichen Kontext. Als Dramatiker, Erzähler und Essayist trägt er nachhaltig zur inneren wie äußeren Befreiung aus der Unterdrückung bei und hilft durch sein Werk, humane Bedingungen zu schaffen.“

Foto: Ina-Maria von Ettingshausen

Dževad Karahasan wurde 1953 in Duvno geboren. Als Literaturwissenschaftler hat er an verschiedenen europäischen Universitäten gelehrt. Seine Theaterstücke wurden in Österreich, Deutschland, Bosnien-Herzegowina, der Ukraine, Tschechien, Kosovo, Polen, Singapur und den USA gespielt. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Herder-Preis 1999, den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2004 und den Vilenica Preis des slowenischen Schriftstellerverbandes 2010. Er lebt und arbeitet in Graz und Sarajevo.

Der Festakt der Verleihung der Ehrengabe an Dževad Karahasan findet statt an Heines 156. Todestag am 17. Februar 2012 im Düsseldorfer Savoy-Theater. Die Laudatio hält Dr. Lothar Müller. Die Ehrengabe ist ein undotierter Literaturpreis. Überreicht wird eine Bronzearbeit (Buchobjekt „Die Schere der Zensur“) von Bert Gerresheim, dem Schöpfer des Düsseldorfer Heine-Monuments.

 



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